donderdag, november 04, 2010

Was wir Lieben : Kochkunstpoesie



Vond dit prachtige lied over inkopende dames in Mainz aan het eind van de 19e eeuw, en een lofzang op de toen pas opgerichte kookschool. In 1899 was er veel te krijgen op de markt in Mainz. Groente, fruit, zuivel,gevogelte. Maar het is als met de stillevens: op de seizoenen wordt niet echt gelet, het is meer een luilekkerland.



Was wir lieben


Der Freitag ist der Tag wo jedes Narren Herz erstarkt
Am Freitag aber ist - auch großer Wochenmarkt!
Madammen, Töchter, Küchenfee'n, die ganze Weiblichkeit
Rückt da zum Einkauf aus - schon beizeit!
Welch ein Handeln, Drängen, Schieben,
Billig 's beste zu ersteh'n;
Alles, alles was wir lieben,
Sorgt für unser Wohlergeh'n!

Radieschen, Böhnchen, Erbsen und Carotten, nebst Salat,
Auch Lauch und Sellerie - Kartoffeln und Spinat;
Tomaten, faule Käschen, Butter, Eier, frischster Art
Und Gänse, schlotterfett, - jung und zart;
Gurken, früh im Beet getrieben,
Welsche, Hahnen, Blumenkohl:
Alles, alles was wir lieben,
Wird gekauft zu unserm Wohl.

Das Rotkraut fest, die Spargeln blüthenweiß, dann sind sie fein!
Die Fische mancher Art, - gefangen frisch im Rhein!
Auch Stockfisch aus dem Norden, hier gewässert, ist beliebt,
Wenn's grad am Fasttag nichts - bess'res giebt;
Weißkraut, Zwiebeln, meist von drüben,
Hackeln selbst zum guten Brand:
Alles, alles was wir lieben,
Wird gewählt von zarter Hand.

Die Henkelkörbe schwer bepackt, macht's auch mitunter warm,
Und einen Blumenstock - dazu im einen Arm;
Obstkörbchen stolz im andern, hoch mit Himbeern angefüllt,
Pomonen gleich: welch ein - Götterbild!
Petersilie, Kraut und Rüben,
Wohl auch einen frischen Strauß:
Alles, alles was wir lieben,
Schleppt man sorgsam da nach Haus.

Die Jugend schreitet strebsam in der Küche nach voran,
Seit sich in unserm Mainz - die Kochschul' aufgethan,
Zu lernen, was dem Magen wie dem Gaumen lieb und werth,
Bestrebt am Küchentisch - wie am Herd.
Liebe Mägdlein, wollt euch üben,
Jedes werd' ein Kochgenie:
Sorgt für alles, was wir lieben -
Das ist Kochkunstpoesie!


Lied geschreven door dichter, beeldhouwer en humorist Theodor Eichberger op de melodie Hoher Peter, voor de dameszitting van de Mainzer carnavalsvereniging aan de vooravond van de Vasten in 1899. Op de foto de familie Eichbercher aan de soep.

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